Die idyllische Landschaft

Willkommen bei Rettet die Stille!


Erstellt am: 28.5.2020

Es braucht nur ein paar wenige rücksichtslose Menschen um ganze Naturregionen bzw. Erholungsgebiete für Tausende von Menschen zu entwerten. Nämlich dann, wenn diese Gebiete mit lauten Motorrädern, Quads oder auf Sound getunten Sportwagen befahren oder mit dem Sport- oder Leichtflugzeug überflogen werden.


Wer kennt das nicht: Ein einziger Sportflieger fliegt mit einem Sportflugzeug oder Gyrocopter über ein Erholungs- oder Naturgebiet, tausende Menschen sind genervt und das alles nur, damit 1 oder 2 Leute im Cockpit ihren Spaß haben. Oder Motorradfahrer, die sich nur mit “kerniger” Soundkulisse wohlfühlen, ihre “Freiheit” ausleben wollen und dazu laut knatternd ganze Täler mit einem Lärmteppich übersäen, so dass die letzten verbliebenden Ruhezonen in der Natur verloren gehen.

Nicht viel anders tragen lautstarke Motorboote auf den Seen in ganz Deutschland zur Zerstörung der Stille in der Natur bei. Und das besonders effizient, weil auf dem Wasser der Schall besonders weit trägt.

Die Initiative “Rettet die Stille” möchte auf den Verlust der Stille aufmerksam machen und versuchen, mehr Menschen für effektiven Lärmschutz zu gewinnen. Und dies nicht durch den Bau von teuren Lärmschutzwänden oder passiven Schallschutz an den Fenstern der Wohnungen, sondern ganz einfach und kostengünstig dadurch, dass die bestehenden Lärmschutzverordnungen grundsätzlich überarbeitet werden.

Die bestehenden EU- und Bundeslärmschutzverordnungen sind löchrig, durch beständige Lobbyarbeit der Industrie ausgehöhlt und mittlerweile völlig nutzlos. Die darin enthaltenen Dezibel-Grenzwerte sind viel zu hoch angesetzt. Wer wirklich mal ausprobiert, wie laut Fahrzeuge (und auch andere technische Anlagen) sein dürfen, bevor ein Grenzwert erreicht wird, der wird sich wundern.

Das hat leider mittlerweile auch die Industrie entdeckt und nutzt bestehende Freiräume gnadenlos aus. Teilweise wird sogar durch technische Maßnahmen dafür gesorgt, dass Fahrzeuge nicht leiser, sondern absichtlich lauter werden. Ein “kerniger” Motorsound in einem Audi entsteht nicht im Motor oder Auspuff, sondern in einer schnöden Plastikbox unterhalb des Kofferaums. Oder man baut einen sogenannten Klappenauspuff ein, der teilweise legal, teilweise illegal zusätzlichen böllernden Krach erzeugt. Details dazu findet man z.B. in diesem verlinkten Artikel.

Das absichtliche “Lautmachen” soll eigentlich der § 49 (1) StVZO verhindern, da heisst es klipp und klar: “Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.” Aber diese sehr sinnvolle Regelung wurde schon vor Jahren durch die Einführung der EU-Typzulassung unwirksam gemacht. Sehr schade! Der § 49 (1) StVZO muss unbedingt wieder wirksam gemacht werden, und zwar für alle Fahrzeuge in Deutschland.

Leider ist die Lobby der Krach-Fetischisten sehr viel besser organisiert (z.B. in Industrie- oder Motorradverbänden) als die Lärm-Leidtragenden. Ein Kampf David gegen Goliath. Es gibt Motorräder, die sind nicht lauter als 70 dB, aber Motorradverbände behaupten allen ernstes, eine Lärmgrenze von 80 dB (das ist doppelt so laut wie 70 dB) wäre technisch nicht machtbar.

Was übrigens - anders als viele denken - keine Lösung ist, ist der Ruf nach mehr Polizeikontrollen. Wer mit Polizisten darüber spricht, der erfährt sehr schnell, dass der Polizei aufgrund der löchrigen Lärmvorschriften die Hände gebunden sind. Viele Fahrzeuge, die der Laie als “manipuliert” empfindet, sind absolut legal. Das ist sehr frustrierend, auch für die Mitarbeiter der Polizeibehörden.

Eine Änderung der Situation kann nur in der Politik auf Bundes- und EU-Ebene erfolgen. Denn dort werden diese Verordnungen gemacht. Bislang dominiert dort allerdings der Einfluss der Lärmlobby. Vielleicht kann diese Website ein bisschen dazu beitragen, dass sich das ändert.

PS: Damit sich was ändert, bitte schreiben Sie nicht mir, sondern ihrem Landes-, Bundestags- oder EU-Abgeordneten. Oder dem Landes- bzw. Bundesverkehrsminister oder an die zuständigen EU-Behörden. Ich kann nichts ändern, aber eine Vielzahl von Zuschriften an die politischen Entscheidungsträger kann vielleich etwas bewirken. Allerdings sind Geduld und Ausdauer von Nöten!

Bericht zum Motorradlärm im Südkurier

Erstellt am: 07 Jun 2020

Im Südkurier vom 4. Juni 2020 findet sich ein interessanter Artikel zum Thema Motorradlärm. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass 40% der Menschen im Land sich stark oder äußerst stark vom Motorradlärm belästigt fühlen.

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Leserbriefe und Zeitungsberichte - Teil 1

Erstellt am: 04 Jun 2020

Kaum ein Tag vergeht, in dem in den lokalen Medien nicht ein Leserbrief oder Bericht über Motorradfahrer erscheint. Viel zu oft sind es Berichte über Tote oder Schwerverletzte, die auf den Rennstrecken rund um B 500, B 317 und B31 verunglücken. Und mindestens genauso oft gibt es redaktionelle Beiträge oder Leserbriefe, in dem Menschen über ihren verzweifelten Kampf gegen den Lärm berichten.

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So einfach gehts: Vorbild Österreich

Erstellt am: 29 May 2020

Das sollte ein Vorbild für Deutschland sein. Wer schon im Standgeräusch über 95 dB liegt, der darf bestimmte touristisch beliebte Strecken nicht befahren. So wird es ab 10. Juni 2020 in Tirol in Österreich gemacht.

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Brief an Verkehrsminister Scheuer

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Nach dem Studium des Schreibens der Verkehrs­polizei­inspektion Freiburg zum Thema Geräuschmessungen hatte ich mich im Februar 2020 entschlossen, die sich daraus ergebenden Fragen an das BMVI zu senden.

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Geräuschmessungen durch die Polizei

Erstellt am: 28 May 2020

Dieser Beitrag mit Originalzitat zeigt auf, wie wenig - bis keine - Möglichkeiten die Polizeibehörden und sogar teilweise der TÜV haben, mittels Gräuschmessungen Lärmüberschreitungen festzustellen und zu ahnden. Aber lesen sie selbst.

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