Die idyllische Landschaft

Willkommen bei Rettet die Stille!


Es braucht nur ein paar wenige rücksichtslose Menschen um ganze Naturregionen bzw. Erholungsgebiete für Tausende von Menschen zu entwerten. Nämlich dann, wenn diese Gebiete mit lauten Motorrädern, Quads oder auf Sound getunten Sportwagen befahren oder mit dem Sport- oder Leichtflugzeug überflogen werden.


Wer kennt das nicht: Ein einziger Sportflieger fliegt mit einem Sportflugzeug oder Gyrocopter über ein Erholungs- oder Naturgebiet, tausende Menschen sind genervt und das alles nur, damit 1 oder 2 Leute im Cockpit ihren Spaß haben. Oder Motorradfahrer, die sich nur mit “kerniger” Soundkulisse wohlfühlen, ihre “Freiheit” ausleben wollen und dazu laut knatternd ganze Täler mit einem Lärmteppich übersäen, so dass die letzten verbliebenden Ruhezonen in der Natur verloren gehen. Wichtig: Gegen einigermaßen leise Motorräder haben wir nichts, wohl aber gegen die auf Sound getunten Fahrzeuge.

Nicht viel anders tragen lautstarke Motorboote auf den Seen in ganz Deutschland zur Zerstörung der Stille in der Natur bei. Und das besonders effizient, weil auf dem Wasser der Schall besonders weit trägt.

Die Initiative “Rettet die Stille” möchte auf den Verlust der Stille aufmerksam machen und versuchen, mehr Menschen für effektiven Lärmschutz zu gewinnen. Und dies nicht durch den Bau von teuren Lärmschutzwänden oder passiven Schallschutz an den Fenstern der Wohnungen, sondern ganz einfach und kostengünstig dadurch, dass die bestehenden Lärmschutzverordnungen grundsätzlich überarbeitet werden.

Die bestehenden EU- und Bundeslärmschutzverordnungen sind löchrig, durch beständige Lobbyarbeit der Industrie ausgehöhlt und mittlerweile völlig nutzlos. Die darin enthaltenen Dezibel-Grenzwerte sind viel zu hoch angesetzt. Wer wirklich mal ausprobiert, wie laut Fahrzeuge (und auch andere technische Anlagen) sein dürfen, bevor ein Grenzwert erreicht wird, der wird sich wundern.

Das hat leider mittlerweile auch die Industrie entdeckt und nutzt bestehende Freiräume gnadenlos aus. Teilweise wird sogar durch technische Maßnahmen dafür gesorgt, dass Fahrzeuge nicht leiser, sondern absichtlich lauter werden. Ein “kerniger” Motorsound in einem Audi entsteht nicht im Motor oder Auspuff, sondern in einer schnöden Plastikbox unterhalb des Kofferaums. Oder man baut einen sogenannten Klappenauspuff ein, der teilweise legal, teilweise illegal zusätzlichen böllernden Krach erzeugt. Details dazu findet man z.B. in diesem verlinkten Artikel.

Das absichtliche “Lautmachen” soll eigentlich der § 49 (1) StVZO verhindern, da heisst es klipp und klar: “Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.” Aber diese sehr sinnvolle Regelung wurde schon vor Jahren durch die Einführung der EU-Typzulassung unwirksam gemacht. Sehr schade! Der § 49 (1) StVZO muss unbedingt wieder wirksam gemacht werden, und zwar für alle Fahrzeuge in Deutschland.

Leider ist die Lobby der Krach-Fetischisten sehr viel besser organisiert (z.B. in Industrie- oder Motorradverbänden) als die Lärm-Leidtragenden. Ein Kampf David gegen Goliath. Es gibt Motorräder, die sind nicht lauter als 70 dB, aber Motorradverbände behaupten allen ernstes, eine Lärmgrenze von 80 dB (das ist doppelt so laut wie 70 dB) wäre technisch nicht machtbar.

Was übrigens - anders als viele denken - keine Lösung ist, ist der Ruf nach mehr Polizeikontrollen. Wer mit Polizisten darüber spricht, der erfährt sehr schnell, dass der Polizei aufgrund der löchrigen Lärmvorschriften die Hände gebunden sind. Viele Fahrzeuge, die der Laie als “manipuliert” empfindet, sind absolut legal. Das ist sehr frustrierend, auch für die Mitarbeiter der Polizeibehörden.

Eine Änderung der Situation kann nur in der Politik auf Bundes- und EU-Ebene erfolgen. Denn dort werden diese Verordnungen gemacht. Bislang dominiert dort allerdings der Einfluss der Lärmlobby. Vielleicht kann diese Website ein bisschen dazu beitragen, dass sich das ändert.

PS: Damit sich was ändert, bitte schreiben Sie nicht mir, sondern ihrem Landes-, Bundestags- oder EU-Abgeordneten. Oder dem Landes- bzw. Bundesverkehrsminister oder an die zuständigen EU-Behörden. Ich kann nichts ändern, aber eine Vielzahl von Zuschriften an die politischen Entscheidungsträger kann vielleich etwas bewirken. Allerdings sind Geduld und Ausdauer von Nöten!

Auf dieser Seite sind alle E-Mail Adressen der Bundestagsabgeordneten zu finden und meine Erfahrung ist, dass die Mails gelesen und beantwortet werden.

Sie brauchen auch kein langes Mail schreiben, einfach nur ein paar Sätze, mit denen Sie die Politik zum Handeln auffordern. Es geht um die Verschärftung von Zulassungsvorschriften und Lärmschutzverordnungen, und um Regelungen, die bereits zugelassenen Fahrzeuge im Bestand treffen, zum Beispiel das sogenannte “Tiroler Modell”. Lesen Sie dazu den Beitrag “Was gegen Motorradlärm helfen würde (und was nicht)”.

Der Bundestagswahlkreis Waldshut umfasst den Landkreis Waldshut sowie die Gemeinden Breitnau, Buchenbach, Eisenbach (Hochschwarzwald), Feldberg (Schwarzwald), Friedenweiler, Glottertal, Gundelfingen, Heuweiler, Hinterzarten, Kirchzarten, Lenzkirch, Löffingen, Oberried, Schluchsee, St. Märgen, St. Peter, Stegen und Titisee-Neustadt. Die Mailadresse von dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner lautet felix.schreiner@bundestag.de.

Der Bundestagswahlkreis Freiburg umfasst den Stadtkreis Freiburg im Breisgau sowie die Gemeinden Au, Bötzingen, Bollschweil, Breisach am Rhein, Ebringen, Ehrenkirchen, Eichstetten am Kaiserstuhl, Gottenheim, Horben, Ihringen, March, Merdingen, Merzhausen, Pfaffenweiler, Schallstadt, Sölden, Umkirch, Vogtsburg im Kaiserstuhl und Wittnau. Die Mailadresse von dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall lautet matern.vonmarschall@bundestag.de.

Interessant ist für die Region des Südschwarzwalds auch die Abgeordnete und Staatssekretärin im Umweltbundesamt rita.schwarzeluehr-sutter@bundestag.de.

Messung von Stand- und Fahrgeräusch aus polizeilicher Praxis

Erstellt am: 04 May 2021

Auf den Servern des Bundesumweltamts findet sich eine sehr eindrückliche Präsentation, die sehr schön die Zusammenhänge zwischen Standgeräuschmessung (SGM) und Fahrgeräuschmessung (FGM) sowie die Probleme bei der Messung dieser Lärmgrößen bei Polizeikontrollen darstellt. Alle, die hoffen, man könnte das Problem Motorradlärm einfach durch mehr Polizeikontrollen in den Griff bekommen, erhalten hier wertvolle Hinweise und Einschätzungen seitens eines in Punkto Motorradlärm sehr erfahrenen Polizeibeamten.

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Besser geht es nicht!

Erstellt am: 13 Mar 2021

Motorradlärm – aktuelle Konflikte,Positionen und Lösungsvorschläge - unter diesem Titel hat die Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) in ihrer aktuellen Ausgabe des Akustik Journals (Nr. 01/21 vom Februar 2021) die bisher beste (mir bekannte) zusammenfassende Aufarbeitung des Themas Motorradlärm veröffentlicht. Es handelt sich hier zwar um einen recht langen Artikel, aber jeder Zeile davon ist absolut lesenswert. Wer beim Thema Motorradlärm mitreden will, muss diese Veröffentlichung gelesen haben.

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Landesverkehrsminister Hermann: Viele Motorräder sind unzumutbar laut unterwegs

Erstellt am: 19 Feb 2021

In einer Pressemitteilung des Ministerium für Verkehr wird das Ausmaß der Belastung durch Motorradlärm anhand der Messergebisse der Motorradlärm-Displays quantifiziert. Der Motorradlärm sticht bei den Messungen deutlich heraus. Damit liegen nun endlich belastbare Zahlen zum Anteil der zu laut fahrenden Motorräder vor. Verkehrsminister Hermann fordert Maßnahmen seitens des Bundesregierung. Der Landes-Lärmschutzbeauftragter Thomas Marwein stellt fest, dass der Motorradlärm dem Lärm von Motorsägen oder Presslufthammern entspricht.

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Was gegen Motorradlärm helfen würde (und was nicht)

Erstellt am: 08 Feb 2021

Es gibt viele Vorschläge und Meinungen, was man gegen den ausufernden Motorrad- und Fahrzeuglärm tun könnte. Nicht alle sind effektiv. So geht z.B. der Ruf nach mehr Polizei-Kontrollen in Leere, schlicht weil die gesetzlichen Grundlagen desaströs sind. Im nachfolgenden Beitrag erfolgt eine Bewertung möglicher Maßnahmen.

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Nürburgring-ähnliche Verhältnisse im Südschwarzwald

Erstellt am: 04 Feb 2021

Wer an Sommer-Wochenenden im Südschwarzwald wandern geht, der erlebt zunehmend nicht die erholsame Ruhe dieses einzigartigen Naturgebiets, sondern eine Fahrzeugrennen-Soundkulisse, die so laut ist, dass sie sogar am Nürburgring verboten wäre.

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Nach der Podiumsdiskussion: Email an BW-Verkehrsminister Herrmann

Erstellt am: 06 Dec 2020

Im Nachgang der Podiumsdiskussion am 26.11.2020 zum Thema Motorradlärm mit Verkehrsminister Winfried Hermann sowie dem Lärmschutzbeauftragten des Landes, Thomas Marwein sowie weiteren Akteuren, habe ich das folgende E-Mail an den Verkehrsminister gesendet, das bislang leider noch unbeantwortet ist.

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Im Schwarzwald: Gemeinsam gegen den Motorenlärm

Erstellt am: 25 Nov 2020

Schwarzwaldverein und die Großschutzgebiete im Schwarzwald haben im Vorfeld einer Online-Diskussion zum Thema "Motorradlärm" (am Do. 26.11.2020) eine gemeinsame Erklärung an Verkehrsminister Winfried Hermann sowie den Lärmschutzbeauftragten des Landes, Thomas Marwein, übermittelt und sich darin für die Reduzierung von Motorenlärm ausgesprochen.

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Keine Motorsportflieger über dem Naturschutzgebiet Feldberg!

Erstellt am: 18 Nov 2020

Die Initiative „Rettet die Stille“ setzt sich für ein Überflugverbot von Naturschutzgebieten durch Motorsportflugzeuge, Gyrocopter und Ultraleichtflugzeugen ein. Bis zu einer entsprechenden gesetzlichen Regelung appelliert „Rettet-die-Stille“ an die Sportflieger, aus Respekt und Rücksicht gegenüber Mensch, Tier und Natur von einem Überflug des Naturschutzgebiets Feldberg freiwillig abzusehen.

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Warum verschärfte Zulassungsvorschriften allein nicht viel bringen

Erstellt am: 14 Sep 2020

In der aktuellen Diskussion um Motorradlärm setzen viele Politiker auf verschärfte Zulassungsvorschriften für Zweiräder. In dem nachfolgenden Beitrag wird anhand einer einfacher Rechnung aufgezeigt, dass es aufgrund des Bestandsschutzes und der langen 'Haltbarkeit' von nur saisonal gefahrenen Motorrädern mehere Jahrzehnte dauern würde, bis verschärfte Zulassungsvorschriften eine spürbaren Entlastung bewirken. Wichtig wäre deshalb zusätzlich eine Verordnung, die auch Bestandsfahrzeuge leiser macht.

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Interessante Zahlen von einem Lärmdisplay im Süddschwarzwald

Erstellt am: 14 Sep 2020

Das Landratsamt Lörrach hat auf einer beliebten Motorrad-Rennstrecke im Südschwarzwald ein Lärmdisplay mit intelligenter Sensorik aufgestellt. Das Messgerät an der L 151 in der Gemeinde Präg kann nicht nur die aktuell gefahrene Lautstärke, sondern auch die Geschwindigkeit und den Fahrzeugtyp erfassen. Ein Ergebnis: Geschwindigkeitsbeschränkungen sind kein wirksames Mittel gegen Motorradlärm.

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Regierungspräsidium Freiburg widerspricht dem Bundesverkehrsministerium

Erstellt am: 08 Aug 2020

Spiegel online berichtet im Kontext der diskutierten Streckensperrungen über die Aussage des Bundesverkehrsministeriums, dass die zuständigen Straßenverkehrsbehörden aus Lärmschutzgründen schon jetzt die Möglichkeit hätten, die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken zu beschränken oder den Verkehr umzuleiten. Das Regierungspräsidium Freiburg erteilte dem jetzt eine klare Absage.

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Bericht zum Motorradlärm im Südkurier

Erstellt am: 07 Jun 2020

Im Südkurier vom 4. Juni 2020 findet sich ein interessanter Artikel zum Thema Motorradlärm. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass 40% der Menschen im Land sich stark oder äußerst stark vom Motorradlärm belästigt fühlen.

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Leserbriefe und Zeitungsberichte - Teil 1

Erstellt am: 04 Jun 2020

Kaum ein Tag vergeht, in dem in den lokalen Medien nicht ein Leserbrief oder Bericht über Motorradfahrer erscheint. Viel zu oft sind es Berichte über Tote oder Schwerverletzte, die auf den Rennstrecken rund um B 500, B 317 und B31 verunglücken. Und mindestens genauso oft gibt es redaktionelle Beiträge oder Leserbriefe, in dem Menschen über ihren verzweifelten Kampf gegen den Lärm berichten.

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So einfach gehts: Vorbild Österreich - Das Tiroler Modell

Erstellt am: 29 May 2020

Das sollte ein Vorbild für Deutschland sein. Wer schon im Standgeräusch über 95 dB liegt, der darf bestimmte touristisch beliebte Strecken nicht befahren. So wird es ab 10. Juni 2020 in Tirol in Österreich gemacht.

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Brief an Verkehrsminister Scheuer

Erstellt am: 29 May 2020

Nach dem Studium des Schreibens der Verkehrs­polizei­inspektion Freiburg zum Thema Geräuschmessungen hatte ich mich im Februar 2020 entschlossen, die sich daraus ergebenden Fragen an das BMVI zu senden.

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Geräuschmessungen durch die Polizei

Erstellt am: 28 May 2020

Dieser Beitrag mit Originalzitat zeigt auf, wie wenig - bis keine - Möglichkeiten die Polizeibehörden und sogar teilweise der TÜV haben, mittels Gräuschmessungen Lärmüberschreitungen festzustellen und zu ahnden. Aber lesen sie selbst.

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